Der Eurobrief für Schleswig-Holstein enthält interessante Informationen zu folgenden Themen: Europäischer Tag der Meere / LEADER "AktivRegionen" / EU Akteure in S.-H. / Ausschreibungen: "Aktion Europa", "Jugend in Aktion", "Öko-Innovation" / "Europa online"
Den Eurobrief könne Sie hier erhalten
Die neue EU-Förderperiode 2007-2013
Alle von der EU unterstützten Maßnahmen der ländlichen Entwicklung
werden ab 2007 bis 2013 aus dem „Europäischen
Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums“ (ELER) finanziert.
Auf der Basis der ELER-Verordnung haben die EU-Mitgliedsstaaten
nationale Strategiepapiere entwickelt, die den Rahmen für die nationalen
Programme zur Entwicklung des ländlichen Raumes darstellen. In Deutschland sind
das die Programme der Bundesländer.
In
Schleswig-Holstein ist das „Zukunftsprogramm
Ländlicher Raum“ definiert worden, für das rund 238 Millionen Euro aus dem
Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes
(ELER) zur Verfügung. Die eingesetzten EU-Mittel bedürfen einer ca. 50 prozentigen
öffentlichen Kofinanzierung, z.B. durch Bund, Land, Kommunen oder weitere
öffentlich-rechtliche Einrichtungen wie z.B. Stiftungen.
Eine
wichtige Rolle wird die neue Förderinitiative „AktivRegion“ innerhalb des Zukunftsprogramms spielen, die im Jahr 2008
an Hand bestimmter Zulassungskriterien ausgewählt werden. Die Entscheidungskompetenz über einzelne Projekte
wird dann bei den Entscheidungsgremien der AktivRegionen liegen, die einen
Anteil von mind. 50 % Wirtschafts- und Sozialpartner aufweisen müssen.
Der
AktivRegion wird in Abhängigkeit ihrer Größe ein jährliches Grundbudget zur
Verfügung gestellt: Über das Grundbudget hinausgehende Projekte stehen in einem
landesweiten Qualitätswettbewerb. Die Ämter für ländliche Räume (ÄLR) sind
Zuwendungsstelle, beraten die AktivRegion und sichern den EU-konformen Einsatz
der Fördermittel.
Was kann gefördert werden?
Die AktivRegion fördert „mehr Lebensqualität“ Ziel ist es, die Grundversorgung im ländlichen Raum zu
sichern und die regionale Identität zu stärken.
Dazu werden gefördert: Nahversorgungsmodelle Vermarktung regionaler Produkte Kultur- und Freizeitangebote dörfliche Entwicklung · in den Bereichen Wohnen und Arbeiten · Umnutzung leer stehender landwirtschaftlicher Gebäude · Verbesserung der ländlichen Verkehrsinfrastruktur
Die AktivRegion fördert „mehr Gemeinschaft“ Ziel ist es, die Menschen zu noch mehr
Eigeninitiative zu ermutigen und die kreativen Kräfte durch neue
Partnerschaften zu mobilisieren.
Dazu werden gefördert: Mitarbeit von Bürgerinnen und
Bürgern bei der Erarbeitung der integrierten Entwicklungsstrategie für die
AktivRegion Regionalmanagement im Rahmen der
AktivRegion Aufbau dauerhafter regionaler
Netzwerke von Bürgern, Vereinen, Unternehmen und Kommunen Schulung und Weiterbildung von
Bürgerinnen und Bürgern zur Umsetzung der Entwicklungsstrategie Die AktivRegion fördert „mehr Wirtschaftskraft“
Ziel ist es, die Wirtschaftskraft im ländlichen Raum
zu stärken, Arbeitsplätze zu sichern und neu zu schaffen.
Dazu werden gefördert: innovative Beschäftigungsfelder
(neben der Landwirtschaft) Umnutzung landwirtschaftlicher
Bausubstanzen Ausbau des ländlichen Tourismus Erhalt und touristische
Vermarktung des ländlichen Kulturerbes (Güter, Schlösser, Parks, etc.) Weiterbildung und
Informationsangebot für Unternehmen und Verbände
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